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Pazifik
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Der Pazifik - das größte Meer hat seine große Zeit noch vor sich

Der Pazifische oder Stille Ozean, gemeinhin Pazifik genannt, ist das größte Meer der Erde. Er dehnt sich vom Nord- bis zum Südpol und von China bis nach Amerika und bedeckt ein gutes Drittel der Erdoberfläche. Und noch einen Superlativ hat er zu bieten: der östlich der Philippinen liegende Marianengraben ist mit über elf Kilometern Tiefe die tiefste Stelle der Erdoberfläche. Umschlossen wird der Pazifik von dem sogenannten Feuerring, gebildet durch eine Vielzahl unterseeischer Vulkane, die sich von Neuseeland über die Philippinen und Japan, über die Aleuten und schließlich entlang der gesamten Westküste des amerikanischen Kontinents hinziehen. Diese Vulkane markieren den Verlauf tektonischer Spalten, an welchen die pazifische Platte auf die Festlandsplatten Australiens, Asiens und Amerikas trifft.

Inseln im Pazifik

Der Pazifik ist zwar die größte "Wasserwüste" der Welt, jedoch beileibe nicht leer! Er ist übersät mit einer Unzahl von Inseln, von welchen die größten die beiden Inselns Neuseelands, Neuguinea, Japan sowie die Inseln von Hawaii sind. Besonders der südliche Teil des Pazifiks, allgemein als Südsee bekannt, ist für viele Menschen das Ziel ihrer Träume. Jeder kennt die Bilder palmengesäumter wunderschöner Atolle im blauen Meer, und Namen wie Tahiti, Fidschi oder Hawaii lassen bei jedem Fernweh aufkommen! Diese Inseln sind von polynesischen Völkern bewohnt, die schon seit Jahrhunderten ohne Kompaß navigatorische Glanzleistungen vollbrachten, indem sie über tausende von Kilometern von Insel zu Insel reisten. Für den Westen entdeckt wurden diese Inseln von den frühen Entdeckern wie dem ersten Weltumsegler Magellan, von Cook oder Bougainville. Diese nahmen in der Regel die von ihnen entdeckten Inseln für ihr Heimatland "in Besitz", was zu einer Kolonisierung vieler Inseln und einer Machtausdehnung europäischer Seemächte über den gesamten Pazifik führte. Heute sind zwar die meisten Inselgruppen selbständig, hängen jedoch oftmals nach wie vor wirtschaftlich und politisch eng mit ihren früheren Kolonialherren Großbritannien, Frankreich, Spanien und Portugal zusammen.

Macht und Einfluss des Pazifik

Heute gibt es im Pazifik vor allem zwei Großmächte, nämlich die USA und das immer stärker werdende China, deren schon von Huntington beschworener "Clash of cultures" in diesem Teil der Welt am ehesten spürbar wird: mit Hawaii haben die USA eine wichtige militärische Basis mitten im Pazifik, und Japan und besonders Taiwan bilden vorgeschobene Posten mit amerikanischem Einfluss vor der chinesischen Küste. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Machtverhältnisse im Pazifik mit zunehmender chinesischer Großmachtstellung entwickeln werden: Veränderungen werden hier unvermeidbar sein, zumal die schnell wachsende wirtschaftliche Bedeutung Asiens dazu führen wird, dass die Pazifikanrainer zu Wirtschaftsgiganten der Zukunft werden, während die Bedeutung Europas schwindet.